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Bildungsstatistiken können Trends aufzeigenDie Bildung ist eines der höchsten Güter der Menschen. Deutschland weist ein flächendeckendes Netz an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen auf, und jedes Kind erhält einen Platz in der ihm angemessenen Schulart/-form. Um dies zu gewährleisten, müssen jedoch die Entwicklungen an den Schulen regelmäßig verfolgt werden. Eine Statistik kann Trends deutlich aufzeigen. Die Schulstatistik Thüringen ist ein gutes Beispiel für eine solche Bildungsstatistik. Die Statistikstelle des Thüringer Kultusministeriums erhebt jährlich - neben anderen Erhebungen, die auch unterjährig durchgeführt werden - eine umfassende Schulstatistik, in die die wichtigsten Elemente des Bildungssystems Schule einfließen. Hierfür werden ganz allgemein die Schülerzahlen mit ihrer Verteilung auf die verschiedenen Schularten/-formen herangezogen. Wichtige Kennzahlen der Schulstatistik sind auch die Klassengrößen und die Anzahl der Lehrer an den einzelnen Schulen. Der Sinn von BildungsstatistikenAnhand der Daten vergangener Jahre ist es möglich, Tendenzen zu erkennen und somit rechtzeitig für Anpassungen zu sorgen. Steigt die Klassengröße einer Schulart/-form sprunghaft an, muss für die nächsten Jahre möglicherweise zusätzliches Personal eingeplant werden. Darüber hinaus werden auch die Lehrkräfte in die Schulstatistik aufgenommen. Hier spielen ebenfalls die Menge und die Verteilung auf die Schulen eine ganz wesentliche Rolle, jedoch wird auch das Alter der Lehrer beachtet. Dies dient ebenfalls der Planung, denn Lehrer, die bald in den Ruhestand treten, benötigen gut ausgebildeten Ersatz. Die aktuellen Zahlen allein vermitteln demnach keinen umfassenden Blick auf das Bildungssystem Schule. Nur auf der Basis einer mehrjährigen Tendenz lassen sich Prognosen für folgende Jahre treffen. Auch diese Prognosen stellt das Land Thüringen auf den Seiten des Statistischen Informationssystems zur Verfügung. Um die Bildungsstatistik zu komplettieren, werden auch die frühen und späteren Bildungswege in die Betrachtung einbezogen. Vorschule, Kindergärten und andere Kindertageseinrichtungen legen schon früh die Grundsteine für schulischen Erfolg. Deshalb wird auch dieser Bereich in die Statistik mit aufgenommen. Wie bei den Schulen werden auch hier verschiedene Aspekte beleuchtet, damit schon die frühkindliche Bildung Berücksichtigung findet. Studium als Bildungsabschluss vieler AbiturientenEbenfalls Teil der Bildung und damit der Bildungsstatistik ist das Studium. Viele Abiturienten streben nach dem Schulabschluss ein Studium an, welches sie für qualifizierte Tätigkeiten befähigt. Das Angebot an den Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen wird stark durch die Nachfrage geprägt, deshalb ist es notwendig, die Zusammenhänge in der Bildungslandschaft zu betrachten und diese Bildungsformen nicht als unabhängige Systeme zu betrachten. Für die Bildungsstatistik unerlässlich ist die Erhebung der erworbenen Abschlüsse. Nicht allein die Häufigkeit, sondern auch die Qualität des Abschlusses ist relevant. Eine weitere Kennzahl dieser Statistik befasst sich deshalb mit der Häufigkeit des höchsten Schulabschlusses und errechnet die Durchschnittsnote der Abiturienten. Wie ein Vergleich mit anderen Bundesländern deutlich macht, liegen die Abiturienten aus Thüringen mit ihren Leistungen ganz weit vorn. |